Der Nahostkonflikt

Veröffentlicht auf von yerushalayimshelzahav

Ich denke, jedem ist klar, worum es geht: Die Palästinenser möchten in dem Land bleiben, in dem sie lange friedlich mit verschiedenen Kulturen zusammenlebten. Seit 1882 kamen immer mehr Juden ins Land, deren Vorfahren im 2. Jh. n.Chr. vertrieben worden waren. Die Briten, denen das Gebiet lange unterstand, versprachen sowohl Juden als auch Palästinensern einen eigenen Staat. Im Jahr 1948 wurde von David Ben Gurion der Staat Israel ausgerufen, die Ausrufung eines arabischen Staates blieb aus. Seit Beginn an muss Israel um seine Existenz kämpfen und wird immer wieder von Anschlägen heimgesucht.

Ich habe bisher folgende Erfahrungen gemacht und Wissen angesammelt:

Israel hat eine Mauer gebaut, die das Westjordanland (der Teil, der bis zum Sechstagekrieg jordanisch war) vom Rest Israels isoliert; man will das einsickern von Attentätern verhindern. In Jerusalem verläuft die Mauer teilweise durch arabische Siedlungsgebiete hindurch. Die Araber, die hinter der Mauer wohnen, dürfen nur unter strengen Auflagen 1-2mal pro Jahr in ihre heilige Stadt Jerusalem und haben auch kein Wahlrecht.

Die Araber in Jerusalem interessieren sich nur beiläufig für die Araber hinter der Mauer, denn sie sind noch wie in Sippen organisiert und deswegen nicht weit vernetzt. Dies ist ein Grund, warum sich die Jerusalemer Araber nicht auf einen Bürgermeister-Kandidaten einigen und keine nennenswerte politische Vertretung vorweisen können.

Die Israelis in Jerusalem sind zunehmend orthodoxe, die den Staat Israel ablehnen (nur Gott kann einen Staat schaffen), die säkularen Israelis verlassen Jerusalem, um nicht die Gebote der orthodoxen befolgen zu müssen. Die orthodoxen Juden arbeiten aus religiösen Gründen nicht und werden vom Staat unterstützt, dies weckt auch den Unmut vieler Israelis. Araber erhalten weniger Zuwendungen aus Steuermitteln.

In der Altstadt sind zwar Juden im arabischen und Araber im jüdischen Viertel zu sehen, aber Kontakt zwischen ihnen besteht nicht.

Manche jüdischen Siedler im Westjordanland gehen dort nur in diese neuen Städte, weil der Wohnraum günstiger und angenehmer ist als in Jerusalem selbst.

Die Kontrolle an der Grenze zur Westbank war nicht besonders streng. Aber immerhin war dort eine, mit bewaffneten Soldaten. Auch in der Altstadt gibt es Kontrollen. Die israelischen Soldaten sind oft noch jung, weil sie 2-3 Jahre Wehrdienst leisten müssen.

Die Anschläge und der Raketenbeschuss spielen sich im Süden ab, weit weg von Jerusalem. In der Altstadt gab es noch nie Anschläge.

Mehr über die Verhältnisse hier werde ich sicher noch erfahren und zu berichten wissen.

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