Vorbei?
Ich habe geschrieben, der Blog sei an sein Ende gelangt. Das ist er auch in gewisser Weise. Wie eine Kommilitonin aber zu Recht gesagt hat, wirklich passé ist es wohl nie, nur das direkte Erleben, fürs Erste.
Wie ich es in Jerusalem gemacht habe, so besuche ich auch in Deutschland immer wieder verschiedene Kirchen, um Messe mitzufeiern, immer auf der Suche nach einer Form, die mir besonders liegt.
Dadurch, dass ich dem „Forum Studienjahr“, dem Ehemaligenverein, beigetreten bin, kann ich zu vielen Ehemaligen Kontakt halten oder aufbauen. Im Mitgliederverzeichnis sieht man auch, dass aus einigen Beziehungen, die im Studienjahr entstanden sind, Ehen geworden sind.
Habt Ihr es gelesen? Statt den Katholikentag in Mannheim zu besuchen, hat Kardinal Meisner als Präsident des Deutschen Vereins vom Heiligen Land an Christ Himmelfahrt den Klosterneubau in Tabgha in Galiläa eingeweiht.
Als ich letztens nach Schweden flog, fiel mir auf, wie viele zusätzliche Kontrollen es auf Flügen nach Israel gibt und wie relativ wenige es in andere Länder sind.
Gestern habe ich einen ersten Vortrag gehalten über meine Zeit im Heiligen Land – Dormitio, Archäologie, Wallfahrtsorte, das Nebeneinander von den verschiedenen Religionen und Ethnien. Bei der Vorbereitung war ich gedanklich komplett in Jerusalem.
Eine Volontärin, die ich in Jerusalem kennengelernt habe, war vor einiger Zeit in Bonn – welche Wiedersehensfreude in ganz ungewohntem Kontext. Da kamen auch nochmal viele ach so gewohnte Bilder und Menschen vor Augen. Auch einen anderen Volontär, der bald vermutlich mein Kommilitone wird, habe ich schon wiedergesehen.
Die acht Monate Jerusalem sind wohl nie vorbei.